Tipps rund um Laufschuhe

Nehmen Sie nicht den Erstbesten

Nehmen Sie nicht den erstbesten Schuh aus dem Regal, der Ihnen besonders gut gefällt oder am billigsten ist, denn er wird Sie während gut 1200 Kilometern begleiten. Wenn Sie 5 Minuten pro Kilometer einrechnen, sind das etwa 100 Stunden. Oder anders formuliert: Wenn Sie pro Training 40 Minuten lang laufen, sind das 150 Lauftrainings, die Sie genießen oder bei denen Sie sich über Ihren Schuh ärgern, oder noch schlimmer, die Sie mit Schmerzen oder Verletzungen bezahlen.

Einen neuen Laufschuh kaufen

Kommen Sie in unsere Laufabteilung mit geschultem Personal, das auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Anforderungen eingehen kann. Nehmen Sie Ihre alten Laufschuhe mit, damit man anhand des abgelaufenen Sohlenprofils und auch aufgrund der Deformationen am Schuh (z.B. nach innen hängende Fersenkappe) Aussagen über Ihren Laufstil machen kann.

Gehen Sie nicht mit fixen Preisvorstellungen ins Geschäft, denn es geht um Ihre Gesundheit. Sie sollten ja das passendste und nicht das teuerste oder billigste Modell kaufen (die Preise liegen in der Regel zwischen € 90,– und € 155,–.

Zunächst muss Ihr Fußtyp ermittelt werden, ob Sie einen Normal- oder einen Knick-, Senk-, Hohl-, Platt- oder Spreizfuß haben. Für jeden Fußtyp gibt es nämlich geeignete oder eben auch nicht geeignete Schuh-Modelle.

Und dann geht es noch um die richtige Größe. Im Stehen sollte noch 1 cm Platzreserve vor den Zehen sein, damit Sie beim Laufen und somit beim Ausdehnen des Fußes keine Druckstellen erhalten. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu kleine Schuhe kaufen. Probieren Sie den Laufschuh gleich mit den richtigen Laufsocken.

Teilen Sie Ihren Verkaufsberater genau mit, welchen Untergrund Sie bevorzugen, die Trainingsumfänge bzw. Trainingshäufigkeit. Ob Sie einen reinen Trainingsschuh, einen Trainingsschuh, der sich auch für Wettkämpfe eignet, oder einen reinen Wettkampf-Schuh kaufen möchten.

So, nun kann bereits eine erste Auswahl an geeigneten Modellen getroffen werden. Jetzt geht es also um Ihren individuellen Laufstil. Sind Sie ein ausgesprochener Fersenläufer oder eher ein Vorfußläufer? Setzen Sie Ihren Fuß gerade auf? Haben Sie eine starke Pronations- oder Supinationsphase? Um diese Fragen zu beantworten, können Sie vor den geschulten, kritischen Augen des Verkaufsberaters laufen gehen (Lauf- und Videoanalyse auf unserer Laufstraße).

Wie lange hält ein Trainingsschuh?

Gehören Sie zu denjenigen Personen, die erst dann einen neuen Trainingsschuh kaufen, wenn das Profil vollständig abgelaufen ist? Dann wechseln Sie wie viele andere Läufer Ihre Schuhe auch zu spät! Die durchschnittliche Lebensdauer eines Laufschuhs liegt bei ca. 1200 km. Die Stütz- und Führungselemente eines Trainingsschuhs sind nach 1000–1200 km nicht mehr ausreichend, um den Fuß zu stabilisieren, was das Verletzungsrisiko massiv erhöht. Bei starken Pronationsproblemen gilt diese Tatsache schon nach ca. 900 km. Bedenken Sie, dass beim Laufen das 2–3fache Ihres Körpergewichtes auf den Schuh einwirkt.

Altersschwächen erkennen

Auch wenn die Fersenkappe nur 4–5 mm nach innen hängt, bedeutet das für Ihre Knie eine Fehlstellung von 1–2 cm und für Ihre Hüftgelenke natürlich noch viel mehr. Fehlstellungen führen unweigerlich zu Schmerzen und Verletzungen. Und dann ist es aus mit Trainieren! Dazu ein guter Tipp: Bringen Sie Ihre Laufschuhe bereits nach 700–900 km und lassen Sie die Schuhe in unserer Laufabteilung begutachten.

Kaufen Sie frühzeitig einen neuen Trainingsschuh, damit Sie genügend Zeit haben, ihn einzulaufen. So können Sie sich ganz langsam an ihn gewöhnen. Benützen Sie also mehrere Wochen beide Schuhe parallel (den neuen vielleicht nur 1–2 mal pro Woche und sonst den alten. Wenn Sie zu jenen Sportlern gehören, die mehr als 3–4 mal pro Woche laufen, ist es ohnehin ratsam, 2 Paar Trainingsschuhe abwechselnd zu tragen. So können Sie Überlastungssymptome weitgehend vermeiden. Ist Ihr Trainingsschuh dann nach diesen 1200 km endgültig ausrangiert, können Sie ihn durchaus in Ihrer Freizeit noch weiter tragen, aber nicht mehr im Training.

Winter-Laufschuhe

Für das Gelände bzw. den Winter gibt es von jeder Firma spezielle Modelle, die sich durch das grobstolligere Profil und zumeist wasserabweisende Materialien von den Trainingsschuhen des Sommers unterscheiden. Schon alleine, dass man den Trainingsschuh öfters wechseln sollte, spricht für einen Trailschuh als Zweitmodell, und Ihr Trainings- oder Wettkampfschuh wird es Ihnen mit längerer Haltbarkeit danken, dass Sie ihn bei Schlechtwetter geschont haben.

Pflege des Trainingsschuhs

Immer wieder taucht die Frage auf: Darf man seine schmutzigen Trainingsschuhe in der Waschmaschine waschen oder nicht? Nein! Es schadet dem Schuh und verringert die Lebensdauer. Wenn der Schuh nass wird, Einlegesohle rausnehmen, mit Papier ausstopfen und einen Tag "ruhen" lassen. Reinigen Sie Ihre Schuhe einfach ab und zu mit einer Bürste.

Zubehör

Natürlich finden Sie in unseren Laufabteilungen auch alles für Nordic Walking und hilfreiches Zubehör wie Pulsuhren, Trinkgurte und funktionelle Laufbekleidung.

Infos und Fachartikel finden Sie auf www.runsport.at unter Einkaufsratgeber.

Nützen Sie unser Service der Fuß- und Videoanalyse beim Laufschuhkauf.

 



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