Diabetische Füße und ihre Schuhversorgung

ISBN 3-11-018218-1

Die Themen:literatur

  • Der menschliche Fuß und die Polyneuropathie
  • Längen- und Breitenmaße der Füße älterer Menschen
  • Industriell produzierte LucRo ® - und Svit ® -Spezialschuhe
  • Abgestufte Schuhversorgung: Das Konzept der DAK
  • Passform von orthopädischen Maßschuhen
  • Behandlung und Schuhversorgung des Charcot-Fußes
  • Fußschäden durch Arbeitssicherheitsschuhe
  • Schuhgestaltung: Biomechanische und klinische Aspekte
  • Osteoporose und der Charcot-Fuß
  • Pathogenese und Behandlung der diabetischen Podopathie

 

Es ist höchste Zeit, dass Schuhe endlich einmal aus wissenschaftlicher Perspektive betrachtet werden, denn Schuhwerk kann Verletzungen mit erheblichen Folgen verursachen: Bei der Hälfte aller Amputationen bei Diabetes mellitus haben sich die Patienten zuvor die Füße an ihren Schuhen verletzt. Bei Diabetikern müssen daher nicht nur die Füße diagnostiziert und behandelt werden, sondern auch die Schuhe. Erstmalig widmet sich ein wissenschaftliches Werk ausschließlich diesem Thema. Der Herausgeber Prof. Chantelau, Mit- begründer der ersten Diabetes-Fußambulanz in Deutschland, bringt Untersuchungenüber Schuhe als medizinisches Hilfsmittel undüber Fußschäden durch Schuhe und bahnt der Evidenz-basierten Medizin im Hilfsmittelbereich den Weg. Das Buch ergänzt die aktuellen Bestrebungen der Ärzte und Podologen, der Krankenkassen und der Gesundheitspolitik, im Rahmen der Diabetes Management Program- me (DMP) bei Patienten mit "diabetischer Fußkrankheit" die gezielte Vorsorge zu fördern und die Amputationsrate nachhaltig zu senken.

Aus dem Inhalt:

4.3.2 Methoden

Zu Beginn wurde eine genaue Ulkus- und Amputationsanamnese erhoben und das innerhalb der letzten 12 Wochen abgeheilte Fußulkus als 3Studienulkus" definiert. Das Vorliegen einer peripheren Sensibilitätsstörung wurde über die Bestimmung der Vibrationsreizschwelle am Innenknöchel nach je dreimaliger Messung sowie Mit- telwertbildung mit einem Biothesiometer (Horwell, London) bestimmt. Neuropa- thische Symptome (wie z. B. Parästhesien und Dysästhesien) wurden über einen Fra- gebogen erhoben. Der OMS wurde von einem Schuhmacher (Ortho-Schuh GmbH, Wien) maßgefertigt. Das Obermaterial ist aus weichem Kalbsleder gemacht und hat eine weiche Zehenkappe aus Tepefoam 2. Die Schuhsohle besteht aus Gummi und wird durch eine Zwischenlage aus Karbonfasern gestützt. Die Einlage wurde aus Orthoterm (Berlen Semi VL102B, Fa. Gurit-Worbla, Siegburg, Deutschland) jeweils individuell angepasst.Der Schuh der DS-Gruppe war ein se- rienmäßiger Svit DIA-Schuh (Bata, Zlin, Tschechische Republik), wobei ausschließ- lich die serienmäßigen Standardeinlagen zum Einsatz kamen.Die Daten wurden mit einem Shapiro Wilk W-Test auf Normalverteilung geprüft und zwischen den Grup- pen mit einem Student t-Test bzw. einem Mann Whitney U-Test verglichen. Häu- figkeiten wurden mittels Chi-Quadrat-Test statistisch verglichen.

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